Deutsche Bank Research
In eigener Sache

Video: Bargeld, Freiheit und Verbrechen

 

9. Juni 2017

 

 

Angesichts des zunehmend digitalen Zahlungsverkehrs ist die Notwendigkeit von Bargeld heute nicht mehr selbstverständlich. Aber: Die Nachfrage nach Euro-Bargeld steigt. Der Euro-Bargeldumlauf verdreifachte sich von 2003 bis 2016 auf 1,2 Billionen Euro und wuchs somit schneller als das nominale BIP. Schätzungen zufolge wird das umlaufende Euro-Bargeld für inländische Zahlungen benutzt, für Sparzwecke gehortet oder im Ausland gehalten, und zwar zu etwa je einem Drittel.

Allerdings gibt es Bestrebungen, die Nutzung von Bargeld einzuschränken oder Bargeld vollständig abzuschaffen, um die Kriminalität zu bekämpfen. Die Abschaffung von Bargeld würde die Kriminalität jedoch nicht beseitigen. Denn für den Transfer von illegalen Geldern gibt es Alternativen zur Barzahlung, die zwar höhere Transaktionskosten bedeuten, aber ebenfalls kaum Spuren hinterlassen.

Welche Vorteile bietet Bargeld den Bürgern in einer digitalen Welt? Bargeld kann man unabhängig von technischen Geräten, Elektrizität, Banken oder anderen Finanzdienstleistern nutzen. Sollten Bankguthaben im Zuge ultralockerer Geldpolitik der Zentralbank negativ verzinst werden, könnten sich Sparer durch Bargeld hiervor schützen. Und nicht zuletzt verstärkt Bargeld den Schutz der Privatsphäre. Eine staatlich forcierte Einschränkung oder Abschaffung des Bargeldes könnte das Vertrauen der Bürger in die Währung und staatliche Stellen schwächen. Die Entscheidung zwischen Bargeld oder Buchgeld sollte daher den Bürgern selbst überlassen bleiben.

 

Eine detaillierte Diskussion findet sich in der Studie „Bargeld, Freiheit und Verbrechen. Bargeld in der digitalen Welt“.

 

 

Link zum Film

 

 

Archiv "In eigener Sache"

 

 

 
 
 
Bundestagswahl 2017
Brexit
Interaktive Landkarten
Copyright © 2017 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main