Deutsche Bank Research
Fokusthema Deutschland

Fokusthema DeutschlandDeutschland ist gut durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen. Für ein nachhaltiges Wachstum gilt es jedoch, die makroökonomischen Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Hier sind Politik, Wirtschaft und Bürger gefordert. DBR wird das weite Themenspektrum analysieren und dabei Lösungswege sowie Perspektiven für Wirtschaft und Politik diskutieren. Diese reichen von der Einschätzung wirtschaftspolitischer Entscheidungen über Konjunktur- und Branchenanalysen bis zu Auswirkungen internationaler Entwicklungen auf den Standort Deutschland.

 

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08.03.2017
Ausblick Deutschland: Wachstum und Inflation dürften EZB noch kalt lassen
Zusammenfassung: Auf den ersten Blick scheint das anziehende BIP-Wachstum zum Jahresende 2016 (Q4: +0,4% gg. Vq.; zuvor: +0,1%) konsistent mit den angestiegenen Konjunkturindikatoren. Allerdings zeigt die Zusammensetzung des BIP-Wachstums eine eher schwächere zugrundeliegende Dynamik. Wir behalten deshalb unsere unter dem Konsens liegende BIP-Prognose von 1,1% für das Jahr 2017 bei. Unsere Inflationsprognose für 2017 heben wir insgesamt minimal an auf 1,7% von 1,6% nach nur 0,5% in 2016. Dabei erwarten wir die Kerninflation in 2017 weiter bei gut 1%. Sollten sich die Anzeichen für den globalen Preisauftrieb bestätigen, könnte die Kerninflation aber deutlicher zulegen, insbesondere wenn in 2018 anziehende Preise Zweitrundeneffekte bei den Lohnverhandlungen nach sich ziehen sollten. Wir erwarten weiterhin, dass die EZB erst im September Aussagen zum „Tapering“ treffen wird, die dann ab Januar 2018 umgesetzt werden. Von der Pressekonferenz erwarten wir Hinweise in Richtung eines langsamen und graduellen Übergangs zu einer weniger expansiven Geldpolitik.
Themen: Arbeitsmarkt; Branchen / Rohstoffe; Brexit; Deutschland; Europäische Fragen; Geldpolitik; Globalisierung; Handel; Konjunktur; Makroökonomie; Preise, Inflation; Wechselkurse; Wirtschaftswachstum
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01.03.2017
Gemischte Entwicklung in der Kreditvergabe, solide deutsche Konjunktur in Q4 2016
Zusammenfassung: Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige verlief im vierten Quartal sehr unterschiedlich: Während es im Geschäft mit der Industrie einen Einbruch gab, beschleunigte sich der Aufschwung bei den Krediten an Dienstleister nochmals. Unter dem Strich stand ein moderates Plus von 0,3% ggü. Vq. bzw. 2% ggü. Vj., wovon in Q4 überraschend stark die Auslandsbanken und Landesbanken profitierten. Anleiheemissionen und das Leasing verzeichneten im Gesamtjahr neue Rekorde, Aktienemissionen dagegen einen neuen historischen Tiefstand. Die deutsche Volkswirtschaft ist in Q4 solide gewachsen (BIP +0,4% ggü. Vq.). Gut schnitten vor allem die Bauinvestitionen und der staatliche Konsum ab, einen negativen Beitrag leisteten hingegen erneut der Außenhandel und die Unternehmensinvestitionen. Im Gesamtjahr expandierte das BIP damit um 1,9%; 2017 dürfte die Wirtschaft auch aufgrund höherer Energiepreise und der hohen globalen politischen Unsicherheit einen Gang zurückschalten (Prognose: +1,1%).
Themen: Banken; Deutschland; Finanzmarkttrends; Internationale Kapitalmärkte; Internationales Finanzsystem; Konjunktur; Makroökonomie; Wirtschaftswachstum
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21.02.2017
EZB: Vom Inflationsanstieg (noch) unbeeindruckt
Zusammenfassung: Die in den letzten Monaten deutlich gestiegenen (Headline)-Inflationsraten haben zum Wiederaufflammen der Diskussionen über das EZB-Anleihekaufprogramm geführt. Zuletzt legten auch die deutschen Erzeugerpreise deutlich zu. Im Dezember 2016 erhöhten sich die Preise von Metallen (+5% gg. Vorjahresmonat) und Energie (+10%) besonders dynamisch, während der Rest (Gewicht 83,6%) aber weiterhin keinerlei Inflationsdruck zeigt.
Themen: Deutschland; Europäische Fragen; Makroökonomie
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10.02.2017
Elektroautos legen Fehlstart hin – Dilemma für Autoindustrie und Staat
Zusammenfassung: Der Anteil von Elektro- und Hybridautos an den gesamten Pkw-Neuzulassungen in Deutschland lag 2016 bei 1,8%. Es ist damit immer noch ein Nischenmarkt – trotz der seit letztem Jahr gewährten Subventionen. Hohe Anschaffungskosten, Unsicherheiten über den Wiederverkaufswert oder die Haltbarkeit der Batterie, beschränkte Reichweiten, eine unzureichende Ladeinfrastruktur oder lange Ladezeiten lassen den durchschnittlichen Autokäufer einen Bogen um Elektroautos machen. Die Kaufzurückhaltung stellt Automobilindustrie und Staat vor ein Dilemma: Strenge CO2-Grenzwerte für Neufahrzeuge erfordern hohe Investitionen der Branche in die Elektromobilität, denen auf absehbare Zeit keine entsprechenden Erlöse gegenüberstehen. Für den Staat kann es zu einer Wahl zwischen kostspieligen Subventionen auf der einen oder einem Verfehlen klimapolitischer Ziele auf der anderen Seite kommen.
Themen: Automobilindustrie; Branchen / Rohstoffe; Deutschland; Energiepolitik; Innovation; Nachhaltigkeit; Technologie und Innovation; Umweltpolitik; Verkehr; Verkehrspolitik; Wirtschaftspolitik
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30.01.2017
Ausblick Deutschland: Risiken für den Export – trotz unterstützender EZB
Zusammenfassung: Das deutsche BIP-Wachstum in 2016 erhöhte sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren weiter (1,9% gg. Vj. nach 1,7%, bzw. 1,6%). Einige temporäre Faktoren (Flüchtlingszustrom, geringe Inflation, Stärke des Arbeitsmarktes) sorgten für eine äußerst robuste Binnenwirtschaft. Die Verlangsamung der Exporte belastet dagegen die privaten Ausrüstungsinvestitionen. Etwa die Hälfte des BIP-Wachstums ging auf Staatsausgaben zurück. Insgesamt deckte sich die Entwicklung weitgehend mit unseren Erwartungen und verändert daher unseren Ausblick auf 2017 nicht: Da einige günstige Faktoren abklingen und ein Arbeitstageeffekt dämpft, dürfte sich das BIP-Wachstum in 2017 auf 1,1% abschwächen. Jüngste Stimmungsindikatoren signalisieren gewisse Aufwärtsrisiken für unsere Konjunkturprognose. Weitere Themen:„Border Adjustment Tax“: Was ist das und was bedeutet es für deutsche Unternehmen? EZB: Geduld, Transparenz und Kerninflation.
Themen: Deutschland; Europäische Fragen; Europapolitik; Globale Finanzmärkte; Globalisierung; Intern. Beziehungen; Konjunktur; Makroökonomie; Preise, Inflation; Steuerpolitik; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftswachstum
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18.01.2017
Unsicherheit bremst Investitionen aus
Zusammenfassung: Aufgrund der ausgeprägten wirtschaftlichen und (geo-)politischen Unsicherheit und des schwachen Startniveaus dürften die (privaten) Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland 2017 sinken trotz insgesamt ordentlich ausgelasteter Kapazitäten der Unternehmen. Ein Zusammenspiel mehrerer Aspekte sorgt derzeit für das hohe Unsicherheitsniveau: die potenziell gravierenden Auswirkungen auf Deutschland bei Eintritt der Unsicherheiten, die anhaltend hohe Zahl gleichzeitiger Unsicherheiten, die Komplexität vieler Investitionsentscheidungen sowie der Mangel an Vertrauen in die (Lösungskompetenz der) Politik. Wir stellen eine Reihe von nachrichten-, umfrage- und finanzmarktbasierten Unsicherheitsindikatoren vor, die eine ansatzweise Quantifizierung der Unsicherheit erlauben, und geben einen Ausblick auf die unseres Erachtens wichtigsten Unsicherheiten.
Themen: Altersvorsorge; Arbeitsmarkt; Branchen / Rohstoffe; Brexit; Demographie; Deutschland; Digitalisierung; Energiepolitik; Europäische Fragen; Globale Finanzmärkte; Globalisierung; Handel; Intern. Beziehungen; Internationale Kapitalmärkte; Makroökonomie; Nachhaltigkeit; Politik und Wahlen; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftswachstum
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10.01.2017
Deutscher Häuser- und Wohnungsmarkt 2017: Ausblick auf Preise und Mieten der Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München
Zusammenfassung: München bleibt die dynamischste deutsche Stadt und sowohl der hohe Einwohnerzuwachs als auch die rekordverdächtig niedrige Leerstandsquote dürften noch über Jahre für weitere Preiserhöhungen sorgen. Gleiches gilt für Berlin, wobei hier vor allem das für eine europäische Hauptstadt immer noch niedrige Preis- und Mietniveau zusammen mit der sehr guten Arbeitsmarktdynamik weitere Preissteigerungen erwarten lassen. Frankfurt ist im aktuellen Zyklus unter den hier analysierten deutschen Metropolen die Stadt mit dem geringsten Preisanstieg. Allerdings gibt es nun einen Brexiteffekt zu beobachten, der besonders die Preise für Einfamilienhäuser erhöhte. In Hamburg fällt insbesondere die nachlassende Mietdynamik und recht rege Bauaktivität auf, weshalb Hamburg eine höhere Zinssensitivität aufweisen könnte als andere Metropolen. Ähnliches gilt für Düsseldorf, wo die Leerstandsquote für eine deutsche Metropole im aktuellen Zyklus relativ hoch ist. Für alle hier analysierten Metropolen wie für den deutschen Häuser- und Wohnungsmarkt insgesamt erwarten wir in den kommenden Jahren weitere Preissteigerungen. Alle makroökonomischen Bedingungen – wie Zinswende, massive Angebotsausweitung und/oder nachlassende Migration nach Deutschland – die ein Ende des Zyklus signalisieren können, sind aktuell noch nicht erfüllt und dürften erst in ein paar Jahren eintreten. Folglich sollten auch 2017 die Wohnungs-, Hauspreise und Mieten in den Metropolen, aber auch bundesweit abermals kräftig zulegen.
Themen: Brexit; Deutschland; Immobilien; Preise, Inflation; Städte; Wohnimmobilien; Wohnungspolitik
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10.01.2017
Deutschland-Monitor Baufinanzierung Q1/2017
Zusammenfassung: Die höheren US-Zinsen trieben trotz der jüngsten Verlängerung des EZB-Anleihekaufprogrammes bis Dezember 2017 die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen auf bis zu 0,4% (-0,15% Ende Sept). Daher könnten die Hypothekenzinsen im Jahr 2017 leicht anziehen (nach 1,4% im Nov 2016). Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen könnte im Jahr 2017 im aktuellen Zyklus erstmals auf 300.000 ansteigen. Ausgehend von einem Bedarf von mindestens 350.000 Wohnungen pro Jahr würde damit der Nachfrageüberhang dennoch ansteigen.
Themen: Banken; Deutschland; Immobilien; Internationale Kapitalmärkte; Makroökonomie; Preise, Inflation; Wirtschaftswachstum; Wohnimmobilien
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20.12.2016
Robustes Kreditgeschäft, durchwachsene Konjunktur in Deutschland in Q3 2016
Zusammenfassung: Der Aufwärtstrend bei den Krediten an Unternehmen und Selbstständige hielt im dritten Quartal an (+0,5% bzw. +2,1% ggü. Vorjahr). Dabei war das Kreditvolumen mit wichtigen Industriebranchen rückläufig, legte aber mit den Immobilienbranchen kräftig zu. Die Verbünde weiteten ihr Geschäft weiter aus, Landesbanken und Kreditbanken schwächelten dagegen. Anleihe- und Aktienemissionen waren solide. Spektakulär: Der Durchschnittszins für Unternehmenseinlagen ist erstmals in der Geschichte ins Negative gerutscht. Die deutsche Volkswirtschaft musste in Q3 einen Wachstumsdämpfer hinnehmen (BIP +0,2% ggü. Vq.), den sie im aktuellen Quartal aber wieder ausbügeln sollte. Unterstützung kam in Q3 vom privaten und staatlichen Konsum, während der Außenbeitrag negativ war. Auch die Unternehmensinvestitionen waren rückläufig. Eine geringere Zahl von Arbeitstagen dürfte wesentlich zur erwarteten Wachstumsverlangsamung im nächsten Jahr (auf 1,1%) beitragen.
Themen: Banken; Deutschland; Finanzmarkttrends; Internationale Kapitalmärkte; Internationales Finanzsystem; Konjunktur; Makroökonomie; Wirtschaftswachstum
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16.12.2016
Ausblick Deutschland: Ausblick 2017 - solide, trotz nachlassendem Rückenwind
Zusammenfassung: Das deutsche BIP-Wachstum dürfte 2017 nach der ausgeprägten Dynamik der zwei Vorjahre etwas nachlassen. Mit 1,1% könnte sich die Wachstumsrate 2017 zwar nahezu halbieren. Dies ist aber zur Hälfte der geringeren Zahl von Arbeitstagen geschuldet. Die Binnenkonjunktur bleibt dank robustem Konsum und Bau der Wachstumsanker der deutschen Wirtschaft. Die weltwirtschaftliche Dynamik dürfte 2017 zwar etwas zunehmen; die Nachfrage nach deutschen Exporten aber zurückhaltend bleiben. Die politische Unsicherheit vor allem in Europa und die Ungewissheit über den Ausblick für den globalen Freihandel sollten die Ausrüstungsinvestitionen in einem Umfeld moderater Nachfrage dämpfen. Die EZB hat den Einstieg in den Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm angekündigt. Das europäische Zinsniveau dürfte aber 2017 zumindest am kurzen Ende auf Niedrigstniveau verharren.
Themen: Andere Branchen; Arbeitsmarkt; Automobilindustrie; Bauwirtschaft; Branchen / Rohstoffe; Brexit; Deutschland; Europäische Fragen; Europapolitik; Geldpolitik; Gewerbeimmobilien; Handel; Immobilien; Konjunktur; Migration; Preise, Inflation; Realwirt. Trends; Wechselkurse; Wirtschaftswachstum
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