Deutsche Bank Research
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27.10.2015
Logistik in Deutschland: Vorerst nur geringe Dynamik
Zusammenfassung: Der Logistikstandort Deutschland ist geprägt von innovativen und diversifizierten Unternehmen sowie von sehr guten Standortfaktoren. Konjunkturelle und strukturelle Gründe sprechen jedoch dafür, dass das Umsatzwachstum in den nächsten Jahren relativ moderat ausfällt. So konnte der Sektor zwischen 2003 und 2008 seinen nominalen Umsatz um 4,6% pro Jahr steigern. Im Anschluss an die Rezession, also von 2009 bis 2014, sank die Zuwachsrate auf 3,4% p.a. (bei etwas niedrigerer Inflationsrate). In den nächsten fünf Jahren dürfte das jahresdurchschnittliche nominale Umsatzwachstum eher zwischen 2 und 3% liegen. Damit würde der Sektor die Umsatzschwelle von EUR 300 Mrd. überschreiten. Die Logistikwirtschaft wird weiterhin im Fokus staatlicher Regulierung stehen; dies gilt vor allem für die bedeutende Transportsparte.
Themen: Branchen / Rohstoffe; Deutschland; Dienstleistungen; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Globalisierung; Handel; Intern. Beziehungen; Konjunktur; Makroökonomie; Nachhaltigkeit; Umweltpolitik; Verkehr; Verkehrspolitik; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftsstruktur; Wirtschaftswachstum
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07.10.2015
Heterogener Maschinenbau mit Potenzial: Durchschnittsbetrachtung verstellt Blick
Zusammenfassung: Der deutsche Maschinenbau durchlebt derzeit eine Stagnationsphase. Der heimische Maschinenbau erlitt im Zuge der globalen Wirtschaftskrise 2008/09 einen Fertigungseinbruch (2009: real -26%). 2010 und 2011 folgten zweistellige Produktionszuwächse. Seitdem geht es mit der eigentlich recht zyklischen Industriebranche nur noch seitwärts. Anfang 2015 überwog unter den deutschen Maschinenbauern noch der Optimismus. Infolge der allmählichen globalen Wachstumseintrübung blieb die Entwicklung der Aufträge 2015 allerdings hinter den hohen Erwartungen zurück. Die Fertigung wird deshalb nach unserer Prognose auch 2015 nicht wachsen. Das Produktionsergebnis in einzelnen Sparten des Maschinenbaus fällt jedoch durchaus unterschiedlich aus.
Themen: Automobilindustrie; Branchen / Rohstoffe; Deutschland; Emerging markets; Energiewirtschaft; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Handel; Konjunktur; Maschinenbau; Wirtschaftsstruktur
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05.10.2015
Fährt die Wohnungspolitik an die Wand?
Zusammenfassung: Der Abbau des Nachfrageüberhangs im Wohnungsmarkt wird ohne massive Ausweitung der Bauaktivität viele Jahre dauern. Dadurch droht die bisherige Preisnormalisierung erst zu Preisübertreibungen zu führen und dann in einer Marktkorrektur zu enden. Die volkswirtschaftlichen Kosten dieses Szenarios sind hoch. Diese könnten durch verbesserte Abschreibungsbedingungen auf Neubauten in den Großstädten und Metropolregionen vermieden werden.
Themen: Aufsicht und Regulierung; Bauwirtschaft; Branchen / Rohstoffe; Deutschland; Geldpolitik; Immobilien; Kapitalmärkte; Konjunktur; Preise, Inflation; Sozialpolitik; Städte; Wirtschaftstrends; Wirtschaftswachstum; Wohnimmobilien; Wohnungspolitik
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02.10.2015
Ausblick Deutschland: Migration, Metropolregion, Inflation
Zusammenfassung: Trotz der Eintrübung des externen und des Finanzmarktumfeldes haben wir unsere Prognose für das BIP-Wachstum in 2016 von 1,7% auf 1,9% angehoben. Unsere Prognose für 2015 bleibt unverändert bei 1,7%. Die Treiber sind ein höheres reales Konsumwachstum, das vom niedrigeren Ölpreis und einer hohen Zuwanderung gestützt wird. Letzteres sollte den Konsum (staatlich und privat) um ½%-Punkt und das BIP um ¼%-Punkt erhöhen. Dagegen haben wir unsere Exportprognose angesichts der sich abzeichnenden Schwäche in den Emerging Markets und der bislang schwächer als erwartet ausgefallenen Abwertung des Euro moderat gesenkt. Der höhere Konsum treibt zudem das Importwachstum. Dies dämpft den Außenbeitrag. Beim Außenhandel bestehen unseres Erachtens vor allem wegen der Emerging Markets Abwärtsrisiken.
Themen: Bildung; Demographie; Deutschland; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Geldpolitik; Gewerbeimmobilien; Immobilien; Konjunktur; Makroökonomie; Migration; Preise, Inflation; Städte; Wechselkurse; Wirtschaftswachstum; Wohnimmobilien; Wohnungspolitik
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22.09.2015
Peter Schaar zum Themenkomplex Herausforderungen im digitalen Zeitalter
Zusammenfassung: "... Die Frage, wer über unsere Daten verfügt, wird angesichts der allgegenwärtigen Datenerhebung und -verarbeitung immer bedeutsamer. Entgegen der ersten Vermutung ist die heutige Informationsgesellschaft vor allem einseitig transparent, wie ein venezianischer Spiegel: Gläsernen Nutzern stehen weitgehend undurchsichtige, digitale Machtzentren gegenüber. Eine Gesellschaft, in der auf globaler Ebene immer mehr Daten verfügbar sind, ist nicht gegen kulturelle Verarmung und Unterdrückung gefeit... "
Themen: Deutschland; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Gesellschaft / Konsumenten; Handel; Immaterielle Güter; Informationstechnologie; Innovation; Internet; Makroökonomie; Medien/Werbung; Sozio-ökon. Trends; Technologie und Innovation; Telekommunikation; Wirtschaftsstruktur
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09.09.2015
eHealth: Bei Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft kann Industrie 4.0 Vorbild sein
Zusammenfassung: In der Gesundheitswirtschaft sind modernste digitale Geräte im Einsatz, die den medizinischen Fortschritt voran treiben und dabei ebenfalls die Wirtschaftlichkeit gewährleisten sollen. Äußerst bedenklich sind allerdings die vorhandenen Lücken. In vielen hoch entwickelten Industriestaaten, insbesondere aber in Deutschland, zeichnen sich die kommenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der absehbaren Überalterung der Bevölkerung sowie dem damit verbundenen Ärztemangel und Kostendruck im Gesundheitssystem heute bereits ab. Hier kann der technische Fortschritt in all seinen Facetten, vom Telekonsil bis hin zum 3D-Bio-Print, die Kostensteigerung im Gesundheitssystem bremsen ohne dass Qualitätseinbußen damit einher gehen. Doch bevor diese volkswirtschaftlichen Effizienzpotenziale auch realisiert werden, müssen Hürden im ökonomischen, juristischen und gesellschaftspolitischen Bereich genommen werden (z.B. hinsichtlich Datenschutz, Vergütungssystem, Bildung, Netzausbau). Erste Schritte in die richtige Richtung wurden hier bereits unternommen – dies teilweise aber auch nur äußerst vorsichtig und bedächtig. Hier kann der Blick hinüber zur Industrie sicherlich helfen. Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 hat die Digitalisierung dort nämlich bereits Fahrt aufgenommen.
Themen: Andere Branchen; Branchen / Rohstoffe; Demographie; Deutschland; Dienstleistungen; E-Commerce; Elektrotechnik; Informationstechnologie; Innovation; Internet; Makroökonomie; Realwirt. Trends; Sozialpolitik; Sozio-ökon. Trends; Technologie und Innovation; Telekommunikation; Wirtschaftsstruktur; Wirtschaftstrends
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02.09.2015
Unternehmensfinanzierung & Konjunktur in Deutschland
Zusammenfassung: Nach einem starken Jahresauftakt legte die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige in Q2 nur noch um 0,2% zu. Die meisten industriellen Kernbranchen schnitten gut ab; Kredite an die Metallindustrie, Handel und Verkehr enttäuschten dagegen. Das stärkste Wachstum verzeichneten die inländischen Kreditbanken, auf der anderen Seite erlebten die Landesbanken einen Rückschlag. Die Finanzierungsalternativen überzeugten. Plus: Finanzmarkt Spezial zu Marktanteilen von Bankengruppen in einzelnen Branchen. Die deutsche Volkswirtschaft setzte ihren Wachstumskurs in Q2 fort (+0,4% gg. Vq.). Die Binnennachfrage schwächelte jedoch, denn sowohl die Investitionen als auch der private Konsum blieben unter den Erwartungen. Dafür sprang dieses Mal der Außenhandel in die Bresche. Der Ausblick für H2 trübte sich etwas ein, wobei sich die Wachstumstreiber wieder umkehren dürften.
Themen: Arbeitsmarkt; Banken; Branchen / Rohstoffe; Deutschland; Finanzmarkttrends; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Internationale Kapitalmärkte; Internationales Finanzsystem; Konjunktur; Makroökonomie; Preise, Inflation; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftswachstum
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01.09.2015
Ausblick Deutschland: Solides BIP, Haushaltsüberschüsse, aber neue Herausforderungen
Zusammenfassung: Das BIP-Wachstum beschleunigte sich in Q2 etwas auf +0,4% gg. Vq, wobei die Details enttäuschten. Die Binnenwirtschaft dämpfte das Wachstum durch den Rückgang der Investitionen und eines Lagerabbaus. Sogar das zuvor robuste Konsumwachstum verlangsamte sich. Hauptwachstumstreiber waren die Nettoexporte. Die deutschen Exporte profitierten von der Euroschwäche sowie der starken Nachfrage insbesondere aus den USA. Wir senken unsere Q3-Prognose minimal auf 0,4% gg. Vq. Trotz dieser Abwärtsrevision erhöhen wir unsere Prognose für das BIP-Wachstum 2015 moderat auf 1,7%, da es eine marginale Aufwärtsrevision für das 1. Hj. 2015 gab, die auch zu leichten Veränderungen beim Wachstumsmix führte.
Themen: Deutschland; Fiskalpolitik; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Geldpolitik; Kapitalmärkte; Konjunktur; Makroökonomie; Preise, Inflation; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftswachstum
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01.09.2015
Deutsche Industriebranchen profitieren von Freihandel
Zusammenfassung: Freihandel verleiht allen beteiligten Handelspartnern wirtschaftliche Impulse. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea ist hierfür ein relativ junges Beispiel. Im 1. Halbjahr 2015 lagen die deutschen Warenausfuhren nach Südkorea um mehr als 50% über dem Niveau vor Inkrafttreten des Abkommens im Juli 2011; die gesamten deutschen Exporte nahmen im gleichen Zeitraum dagegen lediglich um 13% zu. Die deutschen Einfuhren aus Südkorea sanken zwar im gleichen Zeitraum. Dies ist jedoch auf zwei branchenspezifische Sondereffekte zurückzuführen. Ohne diese Effekte stiegen die deutschen Einfuhren aus Südkorea überdurchschnittlich stark an. Die positiven wirtschaftlichen Impulse sollten auch bei den aktuellen TTIP-Verhandlungen ein starkes Argument sein.
Themen: Andere Branchen; Automobilindustrie; Branchen / Rohstoffe; Chemieindustrie; Deutschland; Elektrotechnik; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Globalisierung; Handel; Intern. Beziehungen; Intern. Wirtschaftsordnung; Makroökonomie; Maschinenbau; Realwirt. Trends; Stahlindustrie; Wechselkurse; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftswachstum
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20.08.2015
Augmented Reality: Bei Spezialanwendungen sollte Deutschland von dynamischem Zukunftsmarkt profitieren können
Zusammenfassung: Augmented Reality ist weit mehr als die im Zusammenhang mit dem Schreckensszenario einer Überwachungs-Dystopie viel diskutierte Datenbrille. Tatsächlich geht es bei Augmented Reality darum, den Menschen in seinen alltäglichen Tätigkeiten zu unterstützen, seine Wahrnehmung zu erweitern und die Kommunikation zu erleichtern. Deswegen ist es wichtig, die Technologie nicht aufgrund einer einzelnen Anwendung als Ganzes zu verteufeln, sondern die überaus attraktiven Chancen dieses dynamischen Wachstumsmarktes zu nutzen. Dabei dürften deutsche Unternehmen allerdings eher in den Marktnischen mit maßgeschneiderten Dienstleistungen für gewerbliche Anwendungen punkten, die die großen IT-Giganten so nicht besetzen.
Themen: Andere Branchen; Branchen / Rohstoffe; Deutschland; Digitalisierung; E-Commerce; Elektrotechnik; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Informationstechnologie; Innovation; Internet; Medien/Werbung; Technologie und Innovation; Telekommunikation
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