Deutsche Bank Research
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11.11.2015
Flüchtlingszustrom hält ungebremst an
Zusammenfassung: Der Flüchtlingszustrom nach Deutschland hält ungebremst an. Die Anzahl der Asylanträge kletterte im bisherigen Jahresverlauf auf rund 290.000. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr mehr als eine Verdoppelung dar. Zudem stieg die Zahl der anhängigen, noch nicht entschiedenen Verfahren kräftig an. Allein in den 12 Monaten von September 2014 bis August 2015 hat sie sich von 190.500 auf 346.000 fast verdoppelt. Das entspricht 54% aller in der EU anhängigen Verfahren.
Themen: Arbeitsmarkt; Arbeitsmarktpolitik; Bildung; Demographie; Deutschland; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Gesellschaft / Konsumenten; Makroökonomie; Wirtschaftswachstum
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10.11.2015
Deutsche Industrie: 2016 kaum mehr als Stagnation
Zusammenfassung: Die Industrieproduktion in Deutschland dürfte 2015 real um rd. 0,5% steigen. Für 2016 rechnen wir in etwa mit einer „schwarzen Null“. Damit würde sich die seit 2012 anhaltende Phase mit relativ geringen konjunkturellen Ausschlägen bei der Industrieproduktion fortsetzen. Die in den letzten Monaten recht stabile Entwicklung der Erzeugerpreise spricht ebenfalls für eine ruhige Industriekonjunktur. Unsere Prognose zur Industrieproduktion impliziert, dass der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung 2015 und 2016 sinkt.
Themen: Andere Branchen; Automobilindustrie; Bauwirtschaft; Branchen / Rohstoffe; Chemieindustrie; Deutschland; Elektrotechnik; Ernährungsgewerbe; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Konjunktur; Makroökonomie; Maschinenbau; Stahlindustrie; Textilindustrie; Wirtschaftsstruktur; Wirtschaftswachstum
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05.11.2015
Ausblick Deutschland: Binnenkonjunktur läuft – aber keine Übertreibungen
Zusammenfassung: Seit unserem letzten Ausblick Deutschland wurden einige zum Teil enttäuschende Konjunkturdaten veröffentlicht, die Sorgen um die deutsche Konjunktur befeuerten. Wir glauben nicht, dass dies Revisionen unserer BIP-Prognosen nötig macht. Die schwachen Daten aus der Industrie dürften wie im letzten Jahr durch Ferieneffekte spürbar überzeichnet worden sein. Allerdings besteht das Risiko, dass die Auslandsnachfrage noch hinter unserer vorsichtigen Schätzung zurückbleibt. Dies wird jedoch durch Aufwärtsrisiken bei der kräftigen Binnenkonjunktur ausgeglichen. So hat der Beschäftigungsaufbau zuletzt wieder an Tempo zugelegt. Aufgrund der Zuwanderungsdynamik über die Sommermonate reduzieren wir unsere Budgetprognose für 2015 und 2016. Relativ zum Bruttoinlandsprodukt erwarten wir nun ein Plus von 0,3% und 0,0% (zuvor 0,7% und 0,5%).
Themen: Arbeitsmarkt; Automobilindustrie; Demographie; Deutschland; Fiskalpolitik; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Geldpolitik; Gesellschaft / Konsumenten; Kapitalmärkte; Konjunktur; Makroökonomie; Preise, Inflation; Sozialpolitik; Sozio-ökon. Trends; Wirtschaftswachstum
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03.11.2015
Flüchtlingszustrom: Eine Chance für Deutschland
Zusammenfassung: Der Flüchtlingsstrom hebt die Nettozuwanderung nach Deutschland auf den Höchstwert von über 1 Million. Damit könnte Deutschland unter den OECD-Ländern die USA als traditionell größtes Einwanderungsland ablösen. Dies stellt Deutschland vor die schwierige und mit erheblichen Kosten verbundene Herkulesaufgabe, die Flüchtlinge zu integrieren und den Angebotsschock am Arbeitsmarkt abzufedern. Gleichzeitig sind die Flüchtlinge eine Chance für das alternde Deutschland, in dem Arbeitskräfte knapp werden und die wirtschaftliche Dynamik zu erodieren droht. In einem von uns skizzierten Win-Win-Szenario könnte Deutschland seine Position als wirtschaftliches Powerhouse Europas festigen und als Einwanderungsland deutlich an Attraktivität gewinnen. Eine anhaltend hohe Nettozuwanderung dämpft den demografisch bedingten Rückgang der Trendwachstumsrate deutlich. Anstatt sich der Stagnation zu nähern, könnte das Trendwachstum auch in 10 bis 15 Jahren noch 1% betragen. Davon profitierten auch Sozialsysteme.
Themen: Arbeitsmarkt; Arbeitsmarktpolitik; Bildung; Demographie; Deutschland; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Gesellschaft / Konsumenten; Makroökonomie; Migration; Wirtschaftswachstum
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27.10.2015
Logistik in Deutschland: Vorerst nur geringe Dynamik
Zusammenfassung: Der Logistikstandort Deutschland ist geprägt von innovativen und diversifizierten Unternehmen sowie von sehr guten Standortfaktoren. Konjunkturelle und strukturelle Gründe sprechen jedoch dafür, dass das Umsatzwachstum in den nächsten Jahren relativ moderat ausfällt. So konnte der Sektor zwischen 2003 und 2008 seinen nominalen Umsatz um 4,6% pro Jahr steigern. Im Anschluss an die Rezession, also von 2009 bis 2014, sank die Zuwachsrate auf 3,4% p.a. (bei etwas niedrigerer Inflationsrate). In den nächsten fünf Jahren dürfte das jahresdurchschnittliche nominale Umsatzwachstum eher zwischen 2 und 3% liegen. Damit würde der Sektor die Umsatzschwelle von EUR 300 Mrd. überschreiten. Die Logistikwirtschaft wird weiterhin im Fokus staatlicher Regulierung stehen; dies gilt vor allem für die bedeutende Transportsparte.
Themen: Branchen / Rohstoffe; Deutschland; Dienstleistungen; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Globalisierung; Handel; Intern. Beziehungen; Konjunktur; Makroökonomie; Nachhaltigkeit; Umweltpolitik; Verkehr; Verkehrspolitik; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftsstruktur; Wirtschaftswachstum
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07.10.2015
Heterogener Maschinenbau mit Potenzial: Durchschnittsbetrachtung verstellt Blick
Zusammenfassung: Der deutsche Maschinenbau durchlebt derzeit eine Stagnationsphase. Der heimische Maschinenbau erlitt im Zuge der globalen Wirtschaftskrise 2008/09 einen Fertigungseinbruch (2009: real -26%). 2010 und 2011 folgten zweistellige Produktionszuwächse. Seitdem geht es mit der eigentlich recht zyklischen Industriebranche nur noch seitwärts. Anfang 2015 überwog unter den deutschen Maschinenbauern noch der Optimismus. Infolge der allmählichen globalen Wachstumseintrübung blieb die Entwicklung der Aufträge 2015 allerdings hinter den hohen Erwartungen zurück. Die Fertigung wird deshalb nach unserer Prognose auch 2015 nicht wachsen. Das Produktionsergebnis in einzelnen Sparten des Maschinenbaus fällt jedoch durchaus unterschiedlich aus.
Themen: Automobilindustrie; Branchen / Rohstoffe; Deutschland; Emerging markets; Energiewirtschaft; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Handel; Konjunktur; Maschinenbau; Wirtschaftsstruktur
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05.10.2015
Fährt die Wohnungspolitik an die Wand?
Zusammenfassung: Der Abbau des Nachfrageüberhangs im Wohnungsmarkt wird ohne massive Ausweitung der Bauaktivität viele Jahre dauern. Dadurch droht die bisherige Preisnormalisierung erst zu Preisübertreibungen zu führen und dann in einer Marktkorrektur zu enden. Die volkswirtschaftlichen Kosten dieses Szenarios sind hoch. Diese könnten durch verbesserte Abschreibungsbedingungen auf Neubauten in den Großstädten und Metropolregionen vermieden werden.
Themen: Aufsicht und Regulierung; Bauwirtschaft; Branchen / Rohstoffe; Deutschland; Geldpolitik; Immobilien; Kapitalmärkte; Konjunktur; Preise, Inflation; Sozialpolitik; Städte; Wirtschaftstrends; Wirtschaftswachstum; Wohnimmobilien; Wohnungspolitik
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02.10.2015
Ausblick Deutschland: Migration, Metropolregion, Inflation
Zusammenfassung: Trotz der Eintrübung des externen und des Finanzmarktumfeldes haben wir unsere Prognose für das BIP-Wachstum in 2016 von 1,7% auf 1,9% angehoben. Unsere Prognose für 2015 bleibt unverändert bei 1,7%. Die Treiber sind ein höheres reales Konsumwachstum, das vom niedrigeren Ölpreis und einer hohen Zuwanderung gestützt wird. Letzteres sollte den Konsum (staatlich und privat) um ½%-Punkt und das BIP um ¼%-Punkt erhöhen. Dagegen haben wir unsere Exportprognose angesichts der sich abzeichnenden Schwäche in den Emerging Markets und der bislang schwächer als erwartet ausgefallenen Abwertung des Euro moderat gesenkt. Der höhere Konsum treibt zudem das Importwachstum. Dies dämpft den Außenbeitrag. Beim Außenhandel bestehen unseres Erachtens vor allem wegen der Emerging Markets Abwärtsrisiken.
Themen: Bildung; Demographie; Deutschland; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Geldpolitik; Gewerbeimmobilien; Immobilien; Konjunktur; Makroökonomie; Migration; Preise, Inflation; Städte; Wechselkurse; Wirtschaftswachstum; Wohnimmobilien; Wohnungspolitik
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22.09.2015
Peter Schaar zum Themenkomplex Herausforderungen im digitalen Zeitalter
Zusammenfassung: "... Die Frage, wer über unsere Daten verfügt, wird angesichts der allgegenwärtigen Datenerhebung und -verarbeitung immer bedeutsamer. Entgegen der ersten Vermutung ist die heutige Informationsgesellschaft vor allem einseitig transparent, wie ein venezianischer Spiegel: Gläsernen Nutzern stehen weitgehend undurchsichtige, digitale Machtzentren gegenüber. Eine Gesellschaft, in der auf globaler Ebene immer mehr Daten verfügbar sind, ist nicht gegen kulturelle Verarmung und Unterdrückung gefeit... "
Themen: Deutschland; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Gesellschaft / Konsumenten; Handel; Immaterielle Güter; Informationstechnologie; Innovation; Internet; Makroökonomie; Medien/Werbung; Sozio-ökon. Trends; Technologie und Innovation; Telekommunikation; Wirtschaftsstruktur
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09.09.2015
eHealth: Bei Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft kann Industrie 4.0 Vorbild sein
Zusammenfassung: In der Gesundheitswirtschaft sind modernste digitale Geräte im Einsatz, die den medizinischen Fortschritt voran treiben und dabei ebenfalls die Wirtschaftlichkeit gewährleisten sollen. Äußerst bedenklich sind allerdings die vorhandenen Lücken. In vielen hoch entwickelten Industriestaaten, insbesondere aber in Deutschland, zeichnen sich die kommenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der absehbaren Überalterung der Bevölkerung sowie dem damit verbundenen Ärztemangel und Kostendruck im Gesundheitssystem heute bereits ab. Hier kann der technische Fortschritt in all seinen Facetten, vom Telekonsil bis hin zum 3D-Bio-Print, die Kostensteigerung im Gesundheitssystem bremsen ohne dass Qualitätseinbußen damit einher gehen. Doch bevor diese volkswirtschaftlichen Effizienzpotenziale auch realisiert werden, müssen Hürden im ökonomischen, juristischen und gesellschaftspolitischen Bereich genommen werden (z.B. hinsichtlich Datenschutz, Vergütungssystem, Bildung, Netzausbau). Erste Schritte in die richtige Richtung wurden hier bereits unternommen – dies teilweise aber auch nur äußerst vorsichtig und bedächtig. Hier kann der Blick hinüber zur Industrie sicherlich helfen. Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 hat die Digitalisierung dort nämlich bereits Fahrt aufgenommen.
Themen: Andere Branchen; Branchen / Rohstoffe; Demographie; Deutschland; Dienstleistungen; E-Commerce; Elektrotechnik; Informationstechnologie; Innovation; Internet; Makroökonomie; Realwirt. Trends; Sozialpolitik; Sozio-ökon. Trends; Technologie und Innovation; Telekommunikation; Wirtschaftsstruktur; Wirtschaftstrends
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