Deutsche Bank Research
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04.06.2012
Makroprudenzielle Finanzaufsicht in den USA: Der Financial Stability Oversight Council (FSOC)
Zusammenfassung: Der Financial Stability Oversight Council (FSOC) soll als neu geschaffene makroprudenzielle Aufsichtsbehörde in den Vereinigten Staaten die US-Wirtschaft vor künftigen Finanzkrisen schützen. Er hat wichtige Schritte in der Entwicklung dieses neu definierten Politikfeldes eingeleitet. Für die Zukunft kommt dem FSOC große Verantwortung bei der Weiterentwicklung der makroprudenziellen Aufsicht in Abstimmung mit internationalen und nationalen Regulierungsbehörden zu. Angesichts der Interkonnektivität globaler Finanzinstitute und der grenzüberschreitenden systemischen Risiken ist diese Zusammenarbeit unerlässlich. Letztlich werden makroprudenzielle Aufsichtsbehörden weltweit davon profitieren – durch das globale Verständnis sowohl der globalen Märkte, mit denen sie konfrontiert sind, als auch der internationalen Verteilung der Finanzrisiken. Die Arbeit des FSOC wird einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer solchen globalen Perspektive leisten.
Themen: Aufsicht und Regulierung; Banken; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Globale Finanzmärkte; Internationale Kapitalmärkte; Internationales Finanzsystem
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10.05.2012
Sachwerte: Gefragte Anlageklasse in Krisenzeiten
Zusammenfassung: Im Zuge der globalen Finanzkrise setzen Anleger vermehrt auf Sachwerte wie Immobilien oder Erneuerbare Energien. Tatsächlich belegen empirische Studien, dass Sachwerte einen Inflationsschutz bieten und zur Diversifikation eines Portfolios beitragen können. Allerdings ist im Gegensatz zu homogenen Sachwertanlagen wie Gold oder anderen Rohstoffen bei heterogenen Sachwerten wie Immobilien, Schiffen oder Offshore-Windparks eine umfassende Bewertung des jeweiligen Anlageobjekts, seines Ertragspotenzials und Risikoprofils von großer Bedeutung. Anlagen in Sachwerte setzen einen gut informierten Anleger voraus, der verschiedene Anlagealternativen und -formen beurteilen kann. Dies gilt umso mehr, weil der Investitionshorizont bei den meisten Sachwertanlagen sehr langfristig ist, die Fungibilität bzw. Liquidität häufig gering ist und Anleger oftmals unternehmerische Risiken eingehen.
Themen: Branchen / Rohstoffe; Finanzmarkttrends; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Globale Finanzmärkte; Immobilien; Internationales Finanzsystem
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03.05.2012
EU-Kommission gibt Reform des OTC-Derivatemarktes den letzten Schliff
Zusammenfassung: Over-the-Counter-(OTC-)Derivate sind ein wichtiges Absicherungsinstrument für Risiken an den Finanzmärkten. Unternehmen sowie Finanzinstitute nutzen sie, um Zins-, Wechselkurs-, Rohstoffpreis- und sonstige Risiken zu managen. Bis zur Finanzkrise waren die Märkte für OTC-Derivate weitgehend unreguliert. Im Jahr 2009 kamen die Staats- und Regierungschefs der G20 daher überein, dass zukünftig alle standardisierten OTC-Derivate über ein zentrales Clearing mittels einer zentralen Gegenpartei (CCPs) abgewickelt werden sollen, dass alle Derivatekontrakte an Transaktionsregister gemeldet werden sollen und dass für nicht zentral abgewickelte Kontrakte höhere Kapitalanforderungen gelten sollen. In der EU wird diese G20-Vereinbarung durch die EMIR (Verordnung über die europäische Marktinfrastruktur) umgesetzt, deren endgültige Fassung im Februar 2012 erarbeitet und vom Europäischen Parlament im März 2012 verabschiedet wurde.
Themen: Aufsicht und Regulierung; Globale Finanzmärkte; Internationale Kapitalmärkte; Internationales Finanzsystem
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04.04.2012
Wachstumsausblick verbessert, Risiken nehmen ab
Zusammenfassung: Seit der vorhergehenden Prognoserunde im Dezember sind wir optimistischer für die Weltwirtschaft geworden. Dies ist vor allem auf den Erfolg der jüngsten Liquiditätsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Umschuldung Griechenlands zurückzuführen, aufgrund derer die Wahrscheinlichkeit gesunken ist, dass die Krise im Euroraum in einer Katastrophe endet. Daher dürfte die Rezession in Europa wahrscheinlich schwächer als zunächst von uns erwartet ausfallen. Die deutlichste Prognoseänderung betrifft jedoch Japan; dort rechnen wir nunmehr wegen des Wiederaufbaus nach den Naturkatastrophen vom vergangenen Jahr mit einer merklichen Erholung des BIP. Wir haben unsere Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr daher leicht von 3,2% auf 3,5% angehoben. Insbesondere rechnen wir nunmehr in den Industrieländern mit einer leichten Beschleunigung statt mit einer Verlangsamung des Wachstums; in den Schwellenländern – insbesondere China und Indien – dürfte sich das Wachstum dagegen in diesem Jahr abschwächen.
Themen: Arbeitsmarkt; Banken; Branchen / Rohstoffe; Fiskalpolitik; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Geldpolitik; Globale Finanzmärkte; Handel; Internationale Kapitalmärkte; Internationales Finanzsystem; Kapitalmärkte; Kapitalmarktpolitik; Konjunktur; Makroökonomie; Preise, Inflation; Realwirt. Trends; Wechselkurse; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftstrends; Wirtschaftswachstum
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29.03.2012
Makro-prudentielle Aufsicht und das ESRB: Unterschätzt
Zusammenfassung: Das ESRB ist in den ersten Monaten seiner Existenz zurückhaltend aufgetreten. Das sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass der Rat ein potentiell sehr einflussreicher Akteur ist. Erstens impliziert makro-prudentielle Politik qua Definition den Versuch eines Mikro-Managements der Kapitalallokation. Zweitens ist das ESRB eine weitere EU-Institution, die die Wirtschaftspolitik der EU-Mitgliedstaaten überwacht. Drittens könnte makro-prudentielle Politik ein Weg zu einer regionalen Differenzierung der Geldpolitik sein und damit einen Beitrag zur Stabilisierung der Währungsunion leisten.
Themen: Aufsicht und Regulierung; Europäische Fragen; Europapolitik; EWU; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Geldpolitik; Globale Finanzmärkte; Internationales Finanzsystem; Kapitalmärkte; Makroökonomie
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16.03.2012
Venture Capital: Investitionsschub braucht leistungsfähige Aktienmärkte
Zusammenfassung: Die Bundesregierung plant, die Gründungsfinanzierung für junge innovative Unternehmen zu fördern. In der Diskussion sind eine Investitionszulage für Business Angels sowie weitere steuerliche Verbesserungen für Venture-Capital-Fonds und deren Anleger. Die Idee ist lobenswert. Für einen echten Investitionsschub braucht es aber auch leistungsfähige Aktienmärkte, auf denen innovative Unternehmen hohe Preise erzielen.
Themen: Aufsicht und Regulierung; Finanzmarkttrends; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Globale Finanzmärkte; Informationstechnologie; Innovation; Intern. Wirtschaftsordnung; Internationale Kapitalmärkte; Internationales Finanzsystem; Internet; Kapitalmärkte; Kapitalmarktpolitik; Makroökonomie; Mittelstand; Ökonometrie; Quantitative Analyse; Realwirt. Trends; Sozio-ökon. Trends; Technologie und Innovation; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftstrends; Wirtschaftswachstum
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13.03.2012
3-jährige Refinanzierungsgeschäfte: EZB schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe
Zusammenfassung: Die EZB hat Ende Februar den Banken über längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (LTRO) Liquidität von 530 Mrd. EUR für den Zeitraum von 3 Jahren zur Verfügung gestellt. Wie bereits im ersten 3-jährigen LTRO von Dezember 2011 soll damit eine Verspannung bei der Kreditvergabe verhindert werden. Ein weiterer Effekt des ersten 3-Jahrestenders zeigt sich an den Staatsanleihemärkten. Während vor allem italienische und spanische Banken ihr Exposure ausgebaut haben, hat sich die Zinsstrukturkurve spanischer und italienischer Anleihen am kurzen Ende nach unten verschoben.
Themen: Banken; EWU; Geldpolitik; Globale Finanzmärkte; Internationale Kapitalmärkte; Kapitalmärkte
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08.03.2012
Fünf Jahre nach Subprime: Trends im Kreditgeschäft in Europa und den USA
Zusammenfassung: Das Kreditgeschäft in Europa und den USA entwickelt sich momentan in unterschiedliche Richtungen. Im Euroraum deutet vieles auf eine weitere Wachstumsverlangsamung hin, auch wenn es bislang nicht zu einer Kreditklemme gekommen ist. Dagegen hat sich der Ausblick in den USA in den letzten Quartalen deutlich aufgehellt und das Kreditvolumen steigt wieder an.
Themen: Banken; Finanzmarkttrends; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Globale Finanzmärkte; Internationale Kapitalmärkte; Internationales Finanzsystem; Kapitalmärkte; Makroökonomie
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27.02.2012
Vor dem Comeback: Einlagen bei Banken
Zusammenfassung: Einlagen stellen mit einem Anteil von rund 60% die wichtigste Refinanzierungsquelle der europäischen Banken dar. Gleichzeitig sind Einlagen des Privatsektors tendenziell weniger schwankungsanfällig als andere Finanzierungsinstrumente. Die Bedeutung von Einlagen wird aufgrund neuer regulatorischer Anforderungen und einer höheren Risikoaversion der Banken mittelfristig noch weiter zunehmen. Eine Steigerung des Einlagenvolumens könnte in den kommenden Jahren ein moderates Wachstum der Bankenbranche und damit auch der Kreditvergabe an den Privatsektor ermöglichen. Die Privathaushalte müssten dafür allerdings einen größeren Anteil ihrer Ersparnisse in Form von Einlagen halten und einen geringeren Anteil in Versicherungen investieren.
Themen: Aufsicht und Regulierung; Banken; Finanzmarkttrends; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Globale Finanzmärkte; Internationale Kapitalmärkte; Internationales Finanzsystem; Kapitalmärkte; Makroökonomie
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10.02.2012
Honorar vs. Provision: Vergütung allein entscheidet nicht über Qualität
Zusammenfassung: Vergütung steuert Anreize. Dies trifft sowohl auf Provisionen wie auf Honorare zu. Vergütung ist jedoch nur einer von mehreren Faktoren, die die Qualität von Beratung beeinflussen. Andere Faktoren sind (finanzielle) Bildung der Verbraucher, Kostentransparenz, Umgang mit komplexen Produkten, Beraterqualifikation und sonstige interne Anreizsysteme. Entsprechend erfordert die Qualitätssicherung in der Anlageberatung einen ganzheitlichen Ansatz, sowohl bei der Regulierung als auch in der bankinternen Steuerung. Honorar- und Provisionsvergütung haben ihre Vor- und Nachteile, abhängig vom Anlageziel, der Haltedauer und sonstigen Kundenpräferenzen. Eine Koexistenz der Vergütungsmodelle scheint daher am ehesten geeignet, ein angemessenes Angebot an Anlageberatung für alle Verbraucher zu gewährleisten.
Themen: Aufsicht und Regulierung; Banken; Finanzmarkttrends; Fokusthemen - nicht mehr verwenden!; Gesellschaft / Konsumenten; Globale Finanzmärkte; Internationales Finanzsystem
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